KÜNSTLER DES MONATS SEPTEMBER 2017: ANDREAS MISCHKE (KÖLN)

09-Mischke-Der Geist des Gewesenen

1. Wie sind Sie zur Kunst gekommen?

Angefangen hat die Malerei und Zeichnerei schon als Kind und hat mein ganzes bisheriges Leben durchzogen. Nach meiner Lehre als Stahlgraveur und meinem Zivildienst habe ich beschlossen Kunst zu studieren und habe mich drei Jahre lang an der Akademie in Münster und Düsseldorf beworben. Da die Akademie mich nicht wollte, habe ich als Autodidakt weitergemacht und lebe seit 1988 als freischaffender Künstler.

2. Was ist das Wesentliche an Ihrer Kunst?

Mich hat immer die Natur fasziniert und wie perfekt alles ist. Die ganzen „Kleinigkeiten“, aus denen etwas Größeres besteht. Ich lege großen Wert auf eine handwerklich gut ausgeführte Arbeit und kann mich in genauer, diffiziler Wiedergabe verlieren.

3. Mit welchen Materialien und Methoden arbeiten Sie und warum?

Ich arbeite in der Regel mit Ölfarben direkt aus der Tube, die ich ohne jegliche Zusätze benutze. Es ist immer nur eine Farbschicht, die relativ dünn und glatt ist. Dazu benutze ich einfache, relativ weiche Pinsel und erreiche so eine einheitliche Oberfläche und weiche Übergänge.

4. Sagen Sie ein paar Worte zu dem oben vorgestellten Bild!

„Der Geist des Gewesenen“ stellt für mich die Erinnerung an Dinge oder Momente dar, bevor sie vergangen sind. Es bleibt ein Gefühl zurück und das Vergehende entwickelt für mich eine ganz eigene Ästhetik.

Digital StillCamera

info(at)andreas-mischke.de http://www.andreas-mischke.de

5. Woher bekommen Sie die Inspiration für ein neues Kunstwerk?

Die Inspiration stellt sich ein, wenn ich Dinge interessant und spannend finde oder mich Themen berühren.

6. Nennen Sie eine Künstlerin oder einen Künstler, die/der Sie besonders geprägt hat, und erklären Sie, warum?

Ich finde nach wie vor den Surrealismus faszinierend mit seiner Fantasie und den Einblicken in andere, innere Welten. Aber auch Egon Schiele mit seinen eher rohen, kraftvollen Bildern. Was mich immer schon ins Schwärmen gebracht hat, sind alte holländische Stillleben. Auf einen bestimmten Künstler kann ich mich nicht festlegen.

7. Transportieren Ihre Werke eine Botschaft?

Insofern, dass ich das Augenmerk auf die kleinen, oft verborgenen, nicht gleich sichtbaren Dinge lenken möchte. Auf innere Gefühle und kleine, oft schnell vergangene Augenblicke.

8. Woran arbeiten Sie gerade?

Zurzeit experimentiere ich ein bisschen mit der Kombination von Spachteltechnik und naturalistischen Elementen. Entstanden ist die Idee aus den Farbresten auf meiner Palette.

9. Was ist Ihr künstlerisches Ziel?

Technisch immer besser zu werden und meinen Bildern eigenes, inneres Leben einzuhauchen.

10. Kann man bald Ihre Werke in neuen Ausstellungen bewundern?

Am 13.10 habe ich eine Gemeinschaftsausstellung mit vier anderen Künstler/Innen im Quartier im Hafen, ab dem 6.9. hängen Bilder im Heilig Geist Krankenhaus in Köln und am 12.11. ist der 10. Kunstmarkt im Bürgerzentrum Chorweiler.

© Rechtliche Belehrung: Die Inhalte des Interviews unterliegen dem Copyright der Künstlerin/des Künstlers.

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